Jetzt kommt auch das Motorrad-Sharing

Jetzt kommt auch das Motorrad-Sharing

Dass man sein Auto an Fremde verleiht oder sich mit Bekannten ein Auto teilt, ist nichts Neues. Was jetzt aber wie eine Welle über die Motorradwelt schwappt, ist das Motorrad-Sharing. Dabei geht es aber weniger darum, gemeinsam ein Gefährt zu besitzen, sondern um Modelle wie Uber. Man bietet wie eine Wohnung bei AirBnB auf Internetplattformen sein Motorrad anderen zur Nutzung an. In vielen Ländern haben sich bereits solche Anbieter hervorgetan, in Amerika ist es zu einem Megatrend geworden. Hier leihen sich Stadtmenschen am Wochenende ein Motorrad aus, um die Freiheit der Landstraße zu genießen, und geben es am Sonntagabend wieder ab.

In Deutschland sind, wie so oft, erst einmal Bedenken zu hören: Viele Motorradbesitzer haben eine eher emotionale Beziehung zu ihrem Bike und wollen es nicht verleihen – sie sind aber auch nicht die Zielgruppe. Dann ist da noch das Thema Versicherung: Oftmals kann das Motorrad nur von der Person gefahren werden, die es versichert hat – das kann man aber mit Zusatzklauseln erweitern und die Mehrkosten auf den Mietpreis umlegen.

Experten sehen vor allem einen Markt bei den Maschinen, die zum Pendeln benutzt werden und wie das Auto ein Gebrauchsgegenstand sind. Gerade Roller sind geradezu prädestiniert, ausgeliehen zu werden. Für manchen Besitzer, der seinen Roller nur am Wochenende fährt, kann eine Vermietung an Pendler eine einträgliche Sache sein.

Bislang kann man Motorräder nur von Händlern mieten, aber in Wien gibt es zumindest schon mit SCO2T ein Rollersharing, das über das Internet funktioniert. In Singapur bietet die Firma Tribecar jetzt auch diesen Service an und in Malaysia versucht das Start-Up Nakride diesen Markt zu erobern. In China hat die Firma Mobike bereits eine Milliardenbewertung bekommen, auch weil hier noch viel mehr Menschen auf zwei Rädern unterwegs sind.

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